Basel_Vorlesung: Heil und Zeit: Heilsgeschichte, Weltende, zyklische Wiederkehr

Drei Deutungen des biblischen Weltverständnisses

Wie ist die Bibel zu lesen: als Buch der Heilsgeschichte, in deren Mitte Jesus Christus steht? Oder als Endzeit-Buch, geprägt von der Erwartung des nahen Weltendes, das jeden Gläubigen verpflichtet, so zu leben, als sei heute der letzte Tag? Nach Bernhard Lang ist die Heilsgeschichte eine Erfindung der Kirchenväter, die Endzeitmythologie eine Erfindung des theologischen Existenzialismus. Die der Bibel eigene Sicht lässt sich als Theologie der Schwellenzeiten («liminal periods») zwischen heillosen und heilvollen Zeitabschnitten beschreiben. Ihr Bild ist nicht der heilsgeschichtliche Zeitpfeil, auch nicht der Blitz des Weltendes, sondern der archaische Kreis, Symbol der Wiederkehr.

 

Organisation: Universität Basel
Ort: Bernoullianum, Grosser Hörsaal 148. Bernoullistrasse 30, 4056 Basel

 

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