Basel_Vortrag: Warum schwieg Papst Pius XII.? Der christliche Antisemitismus und die Folgen

Über kirchenpolitische Auseinandersetzungen hinweg waren sich viele Päpste und weltliche Herrscher in ihrem Antijudaismus einig. Im christlichen Bewusstsein waren die Juden die Unterlegenen, die zu taufen seien. Die Christen wären als Erben einer ermordeten jüdischen Welt übriggeblieben. Die deutschen Nationalsozialisten griffen die tiefsitzenden, Jahrhunderte alten Vorurteile gegen die Juden gern auf. Kirchenleute applaudierten ihnen oder ignorierten weitgehend den ihnen bekannten Holocaust. Im Mittelpunkt der Kritik steht das Schweigen des Papstes Pius XII. Durch die im März 2020 erfolgte, vorzeitige Öffnung des vatikanischen Geheimarchivs zu Pius XII. (1939-1958) wurde die Diskussion, auch um die geplante Seligsprechung dieses Papstes, neu belebt.

In seinem bebilderten Vortrag skizziert Peter Hertel die christlich-jüdische Geschichte in Westeuropa sowie Traditionslinien zwischen dem politisch-sozialen Rassen-Antisemitismus und dem Antijudaismus, der für ihn eine Wurzel der Schoah war.

 

Organisation: Aufbruch und Christkatholischen Kirchgemeinde
Ort: Predigerkirche, Totentanz 19, Basel

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