Wege des Friedens

Die Evangelien wurden kurz nach dem jüdisch-römischen Krieg im 1. Jh. geschrieben. Wie einschneidend diese Jahre massiver Gewalt gewesen sein müssen, können wir uns heute kaum vorstellen. Darum ist es für das Verständnis der biblischen Texte wichtig, um sie historisch genau einzuordnen. Die Evangelien versuchen, dem Leid der Bevölkerung zu begegnen und einen Weg aufzuzeigen, der nichts beschönigt – aber einen neuen Anfang setzt. Für uns heute heisst das, wir können sehr viel von der Lektüre der Evangelien lernen, wenn wir sie als Nachkriegs- oder Traumaliteratur ernstnehmen. Sie zeigen, wie wir einen Weg zu traumatisierten Menschen finden können, und helfen uns, Sprache zu finden, wo sie uns fehlt.

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