Spiritueller Missbrauch bleibt oft im Verborgenen und hinterlässt doch tiefe Spuren. Die Tagung wirft ein Licht auf religiöse Praktiken, Rituale und Überzeugungen, die in manipulativer Weise die Würde und Integrität von Menschen verletzen – häufig ohne als Missbrauch erkannt zu werden. Im Unterschied zu sexualisierter Gewalt ist spiritueller Missbrauch kaum rechtlich fassbar; die Strukturen sind subtil und oft mit religiöser Autorität verwoben. Beiträge aus Theologie, Ethik, Seelsorge und Religionswissenschaft beleuchten die Verantwortung religiöser Integrität, hinterfragen Machtverhältnisse und zeigen Wege zu einer achtsamen, schützenden Praxis auf.
