Die Würde und Bürde der jüdischen Existenz. Leben zwischen Anpassung und Autonomie​

Als man Juden vorwarf, eine Nation innerhalb einer Nation zu sein, waren sie nicht imstande, sich diesem Dilemma zu entziehen. Je mehr sich Juden assimilierten, universell, europäisch, progressiv, inkludierend zu denken, zu fühlen begannen, desto «weniger» waren sie Juden. Und wenn man sich trotz assimilierter Lebensweise weiterhin als Jüdin oder Jude fühlte, war es ein Zeichen dafür, dass man doch nicht völlig assimiliert war. Das Postulat der Gleichheit verlangt von ihnen die Unsichtbarkeit. Heute geht es darum, anders und gleich zu sein.

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