Bis ca. zum Jahr 1730 hatten die jüdischen Gemeinden Endingen-Lengnau keinen am Ort wohnenden Rabbiner. Die im Surbtal tätigen Rabbiner lebten und wirkten im süddeutschen Raum, auch in Tiengen. Der berühmte Rabbiner Raphael Ries (1728–1813) aus Hagenthal im Elsass wohnte zwar in Endingen-Lengnau, war aber ebenfalls für Tiengen zuständig. Aus dieser gemeinsamen Tradition heraus besteht heute noch gegenseitiges Interesse an Erinnerungsarbeit auf beiden Seiten des Rheins.
