Gott begreifen und sich ergreifen lassen – mystische Spiritualität

Das Mittelalter ist geprägt von einem breiten und lebhaften Interesse an spirituellen Fragen. Eine besondere Faszination galt Menschen, die in religiösen Erfahrungen eine direkte Beziehung zu Gott – jenseits der gelehrten Theologie – suchten und fanden. Wie das Beispiel der Begine und späteren Nonne Mechthild von Magdeburg zeigt, war dabei der Grat zwischen kirchlicher Anerkennung und Anfeindung schmal. Im Spiegel mystischer Schriften zeigt sich die vorreformatorische Kirche als eine pluralistische und offene Kirche, die verschiedenen religiösen Bewegungen Raum lässt.

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