Ich, Du und dazwischen das gelobte Land: Religion, Gender und Western

Kaum ein Filmgenre hat Männlichkeit, Macht und moralische Ordnung so klar codiert wie der Western. In seinen klassischen Ausprägungen ist er nicht nur Projektionsfläche hegemonialer Geschlechterbilder, sondern auch ein Ort, an dem religiöse Motive – etwa Erlösung, Schuld und Gerechtigkeit – subtil mitschwingen. In jüngerer Zeit jedoch erfährt der Western eine bemerkenswerte Transformation: Genderrollen werden gebrochen, religiöse Deutungsmuster hinterfragt, Diversität sichtbar gemacht. Genau hier setzt die Tagung an: Sie fragt nach der filmischen (Re-)Konstruktion von Genderidentitäten und Diversität im Kontext von Religion und Western. Im Zentrum der Tagung steht die Frage, wie religiöse und geschlechtliche Identitäten filmisch inszeniert, verhandelt und transformiert werden.

Weitere Informationen