Transalpines Festival: Erinnerungsfutur

Ob steinernes Mahnmal, goldglänzende Stolpersteine, gross inszenierte Gedenkmärsche, Tribunale oder ein Instagram-Kanal für Sophie Scholl: wenn es um Formen des kollektiven Erinnerns geht, scheint die Kreativität für neue Initiativen grenzenlos. Gleichzeitig ist Erinnerung eine umkämpfte Ressource. Sie kann nicht nur gemeinsame Identitäten schaffen, sondern auch der Ausgrenzung dienen, indem sie bestimmt, wessen Geschichte dazugehört und wessen nicht. Erinnerung kann exklusiv sein oder plural und multidirektional. Wem also dient unsere Erinnerungskultur? Welche Denkmuster werden durch sie reproduziert und welche Rollen zementiert? Und wer bestimmt in einer pluralen Gesellschaft eigentlich, woran und wie erinnert wird?

Diesen Fragen stellen sich Engagierte an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxisinterventionen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland gemeinsam. Sie schauen sich Berg- und Talfahren der Erinnerung in diesen Ländern an und öffnen Zukunftsmodelle über Landesgrenzen hinweg.

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