Im letzten Jahr hat IRAS COTIS ihre Rolle als zentrale Akteurin für Dialog, Vermittlung und Kooperation im interreligiösen Bereich in der Schweiz weiter gestärkt und inhaltlich vertieft.
Die Woche der Religionen setzte ein starkes Zeichen für Dialog und Zusammenhalt in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und internationaler Konflikte. Im Zentrum standen persönliche Perspektiven auf Gewalt und Frieden sowie konkrete Formen des interreligiösen Austauschs, getragen von einem breiten Netzwerk regionaler Organisator:innen.
«Dialogue en Route» setzte im Berichtsjahr den Fokus auf kulturelle Vielfalt, gesellschaftliche Teilhabe und Community-Building, baute seine Angebote weiter aus und erreichte mit 366 Durchführungen eine steigende Nachfrage. Gleichzeitig wurden das Netzwerk junger Guides gestärkt, neue Formate entwickelt und zentrale Themen wie Rassismus und Diskriminierung vertieft bearbeitet, begleitet von einem strategischen Weiterentwicklungsprozess.
«religion.ch» rückte 2025 die praktische Auseinandersetzung mit religiöser Vielfalt in Alltagssituationen wie Schule, Beruf und Öffentlichkeit ins Zentrum und verstärkte durch neue Kooperationen und Formate ihre Bedeutung als praxisnahe Wissens- und Dialogplattform. «Rat gesucht?» bietet konkrete Orientierung und Unterstützung im Umgang mit gesellschaftlichen Spannungsfeldern.
Die Netzwerktreffen 2025 – im Januar fand es erstmals in der französischsprachigen Schweiz statt – brachten interreligiös Engagierte aus der ganzen Schweiz zusammen und förderten durch Austauschformate Dialog sowie Vernetzung und Zusammenarbeit im interreligiösen Bereich.
Mit dem Zukunftslabor lancierte IRAS COTIS ein praxisorientiertes Arbeitsformat, das Fachpersonen zusammenbringt, um Herausforderungen des interreligiösen Dialogs in konkrete Massnahmen zu überführen und die Zusammenarbeit im Feld zu stärken.
Die kantonalen Weiterbildungstage vermittelten über 100 religiösen Verantwortungsträger:innen praxisnahes Wissen zu Staat und Religion, stärkten Kompetenzen in zentralen Bereichen und förderten Austausch sowie Vernetzung.
Unsere Arbeit wäre nicht möglich ohne alle, die uns begleiten, mitdenken, in den Projekten mitarbeiten und unseren Verein mitfinanzieren. Ihnen und unseren Mitgliedern und Trägerorganisationen, Bund, Kantonen und Stiftungen gilt unser herzlicher Dank.

